FDP Solingen verliert weiteren prominenten Kopf – und steckt in der Krise
Klemens GorlitzFDP Solingen verliert weiteren prominenten Kopf – und steckt in der Krise
Die Solinger FDP steht vor neuen Turbulenzen, nachdem Daniel Schirm seinen Austritt aus der Partei bekannt gegeben hat. Der Schritt erfolgt inmitten einer Reihe prominenter Austritte, die den Ortsverband bereits geschwächt haben. Schirm behält jedoch sein Stadtratsmandat – eine Entscheidung, die auf Kritik stößt.
Schirm ist der jüngste in einer langen Reihe namhafter Mitglieder, die der Solinger FDP den Rücken kehren. Zu den Ausgetretenen zählen auch Dr. Robert Weindl, Jürgen Albermann, Dr. Esther Heidbüchel, Daniel Weber, Uwe Steinweh, Prof. Selden Schröder und Andreas Zelljahn. Diese Persönlichkeiten brachten fachliche Expertise, wissenschaftliches Know-how, Verwaltungserfahrung und bürgerliches Engagement in die Partei ein.
Richard Collings bezeichnete Schirm einst als den „besten Mann“ unter Solingens Liberalen. Nun wird sein Abgang als selbstbezogene Inszenierung und Eingeständnis des Scheiterns gewertet. Dario Dzamastagic, ehemaliger Stadtrat und FDP-Vorstandsmitglied, forderte Schirm auf, auch sein Mandat niederzulegen.
Die Austrittswelle hat die Solinger FDP in eine tiefe Krise gestürzt. Ihr Ruf als kompetente Kraft ist verblasst, und ihre Anziehungskraft auf leistungsorientierte, eigenverantwortliche und freiheitsliebende Menschen hat nachgelassen. Mit Karin van der Most, einer weiteren angesehenen Persönlichkeit, steht bereits der nächste Abschied bevor.
Der Verlust fähiger Mitglieder hat die Solinger FDP zu einem Negativbeispiel für Fehlauswahl werden lassen. Schirms Abgang verursacht zudem finanzielle Schäden und schwächt die bürgerlichen Mehrheiten in der Stadt.
Die Partei steht nun an einem Scheideweg. Ohne Reformen droht sie, weitere ihrer besten Köpfe zu verlieren. Der anhaltende Aderlass gefährdet ihren Einfluss und ihre finanzielle Stabilität in Solingen.






