Essen baut riesigen Solar-Carport für 25.000 Module auf Messe-Parkplatz
Luitgard RitterEssen baut riesigen Solar-Carport für 25.000 Module auf Messe-Parkplatz
Essen treibt die Pläne zum Ausbau der Solarenergie in der gesamten Stadt voran. Ein großes Vorhaben ist die Errichtung einer Solar-Carport-Anlage auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen, deren Bau im Herbst 2026 beginnen soll. Das Projekt ist Teil der umfassenderen Bemühungen, den Ausbau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen (PV) im Rahmen der deutschen Strategie für erneuerbare Energien zu fördern.
Seit Januar 2022 unterstützt Essen die Installation von Solaranlagen auf den Dächern privater Gebäude. Nun konzentriert sich die Stadt auf Freiflächen-PV-Anlagen, um ihre Klimaziele zu erreichen. Grundlage hierfür bilden der Nachhaltige Energie- und Klimaschutzaktionsplan (SECAP) sowie das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023).
Ursprünglich wurden 127.733 potenzielle Flächen für Solarkraftwerke geprüft. Nach einer ersten Auswahl blieben 29.840 Flächen übrig, von denen nach weiterer Filterung 3.130 besonders geeignete Standorte identifiziert wurden. Theoretisch könnten diese Flächen eine Solarleistung von etwa 538 Megawatt (MW) ermöglichen. Sechs Standorte wurden nun für die finale Bewertung vorselektiert.
Der Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen wird eine Fläche von rund 19 Hektar umfassen und etwa 25.000 Solarmodule beherbergen, die eine Spitzenleistung von rund 11 Megawatt Peak (MWp) erzeugen sollen. Nach der Inbetriebnahme könnte die Anlage den CO₂-Ausstoß jährlich um etwa 5.000 Tonnen reduzieren.
Der Baubeginn für den Solar-Carport ist für den Herbst 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der finalen Genehmigung. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Essens Bestrebungen, erneuerbare Energien auszubauen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird es maßgeblich zur Erreichung der städtischen Klimaziele beitragen und gleichzeitig die CO₂-Emissionen senken.






