Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen und zum Rüstungsriessen werden
Ibrahim KargeDeutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen und zum Rüstungsriessen werden
Der Motorenhersteller Deutz hat Interesse an einer Übernahme von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) bekundet. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr ein unverbindliches Angebot für den U-Boot-Bauer abgegeben. Ein erfolgreicher Deal würde Deutz zu einem der größten Rüstungskonzerne Deutschlands machen.
Thyssenkrupp sucht bereits seit Jahren einen Käufer für TKMS. Der Industriekonzern betrachtet die U-Boot-Sparte nicht mehr als Teil seines Kerngeschäfts. Mehrere Unternehmen haben seitdem Interesse an dem Geschäftsbereich signalisiert.
Neben Deutz zählen zu den potenziellen Käufern die Lürssen-Werft, Rheinmetall und die Bundesregierung. Deutz-Chef Sebastian Schulte kennt TKMS gut, da er zuvor als Finanzvorstand des Unternehmens tätig war. Die Übernahme würde es Deutz ermöglichen, eine neue Sparte für Rüstungstechnik aufzubauen.
Ein Sprecher von Deutz hat sich zu den laufenden Gesprächen nicht geäußert. Die geplante Transaktion befindet sich noch in Verhandlung. Sollte sie zustande kommen, würde Deutz sein Geschäft auf den militärischen Schiffbau ausweiten. TKMS ist spezialisiert auf konventionelle U-Boote – ein zentraler Bereich der deutschen Rüstungsindustrie.






