Deutsches Blechbläsermuseum kämpft mit 80.000 Euro Defizit und kürzt drastisch
Tassilo HeßDeutsches Blechbläsermuseum kämpft mit 80.000 Euro Defizit und kürzt drastisch
Das Deutsche Blechbläsermuseum in Krefeld-Fichtenhain kürzt Öffnungszeiten und Angebote wegen finanzieller Engpässe
Trotz wiederholter Förderanträge erhält das Museum keine Unterstützung von der Stadt oder anderen Institutionen. Die Einschnitte werden nötig, da dem Haus ein jährliches Budgetdefizit von bis zu 80.000 Euro droht.
Die öffentlichen Öffnungszeiten wurden reduziert, Führungen finden nun nur noch mittwochnachmittags statt. Gruppen können zwar weiterhin an anderen Tagen Termine buchen – müssen die Kosten dafür aber selbst tragen. Mit dieser Maßnahme soll ein jährliches Minus von rund 8.000 Euro durch wenig nachgefragte Führungen vermieden werden.
Auch die Bürozeiten wurden auf drei Tage pro Woche verkürzt. An den übrigen Tagen widmet sich das Personal der Forschung. Hinter den Kulissen ist das Team geschrumpft: Eine Restauratorin wurde entlassen, eine Vollzeitstelle in der Forschung auf Teilzeit reduziert.
Um über die Runden zu kommen, stützt sich das Museum vor allem auf zwei Einnahmequellen. Den größten Posten machen Leihgaben für Ausstellungen anderer Häuser aus. Fachvorträge an externen Veranstaltungsorten bringen die zweitwichtigsten Einnahmen. Gleichzeitig arbeitet das Museum an einem neuen Programm namens "Junge Forscher entdecken", das gezielt jüngere Besucher ansprechen soll.
Daten zu den Besucherzahlen vor den jüngsten Einschränkungen liegen nicht vor.
Die finanziellen Schwierigkeiten zwingen das Museum zu Kürzungen bei Personal, Öffnungszeiten und Dienstleistungen. Ohne externe Förderung bleibt es weiter auf Leihgaben und Vorträge angewiesen, um die Kosten zu decken. Das neue Bildungsprogramm könnte zwar mehr Besucher anlocken – die Haushaltslücke bleibt jedoch ungelöst.






