Dagmar Frederic kritisiert mangelnde Gästevielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen
Tassilo HeßDagmar Frederic kritisiert mangelnde Gästevielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen
Dagmar Frederic hat in der deutschen Schlagerszene einmal mehr für Gesprächsstoff gesorgt. Die erfahrene Künstlerin kritisierte kürzlich im Fernsehen die ständige Einladung derselben Stars. Ihre Äußerungen kommen nach sechs Jahrzehnten im Musikbusiness, in denen sie nach wie vor eine aktive Stimme der Branche bleibt.
Frederic, bekannt für ihre Schlager-Klassiker sowie für Musical- und Chanson-Auftritte, war selbst nie in beliebten Sendungen wie denen von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast. Dennoch nahm sie Moderatoren wie Silbereisen und Giovanni Zarrella in Schutz und betonte, dass nicht die Präsentatoren, sondern die Redaktionen für die mangelnde Gästevielfalt verantwortlich seien.
Mit einer scharfen Bemerkung über ihren Ehemann sorgte sie bereits für Schlagzeilen, doch ihre aktuelle Kritik zielt auf die sich wiederholenden Buchungspraktiken der Branche. Bereits 2018 erklärte sie, sie werde sich für TV-Auftritte bei niemandem "anbiedern". Mit 80 Jahren steht sie noch immer bis zu 60 Mal pro Jahr auf der Bühne und lebt von einer bescheidenen Rente.
Das deutsche Schlager-Fernsehen setzt seit Langem auf wiederkehrende Gäste. Formate wie Immer wieder sonntags (ARD/SWR, moderiert von Stefan Mross) oder der ZDF-Fernsehgarten laden regelmäßig dieselben Künstler ein. Aktuelle Beispiele sind 3 nach 9 (27. März 2026) mit Johannes Oerding oder Immer wieder sonntags mit den Interpreten der Sommerhits 2025. Frederics Kritik wirft ein Licht auf ein Muster, das seit der Wiedervereinigung besteht.
Ihre Aussagen rücken die Abhängigkeit des Schlager-Fernsehens von bekannten Gesichtern in den Fokus. Während Frederic weiterhin viel auftritt, unterstreicht ihre Abwesenheit in großen Shows ihre Haltung zu den Branchengepflogenheiten. Die Debatte über die Gästevielfalt im deutschen Schlager-Fernsehen wird voraussichtlich anhalten.






