23 March 2026, 02:01

Bundesregierung beschleunigt Bau von Gaskraftwerken für stabile Stromversorgung nach Kohleausstieg

Eine Liniendiagramm, das die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesregierung beschleunigt Bau von Gaskraftwerken für stabile Stromversorgung nach Kohleausstieg

Nach monatelangen Verzögerungen hat die Bundesregierung endlich ihre Kraftwerksstrategie vorangebracht. Der Plan sieht Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von mindestens acht Gigawatt vor. Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni haben bereits ihre Unterstützung für das Vorhaben signalisiert.

Besonders Nordrhein-Westfalen könnte von der Strategie profitieren. Das Bundesland könnte bis zu fünf Gigawatt der neuen Kapazität beherbergen – aktuell sind sieben Anlagen in Planung. Diese Kraftwerke sollen Engpässe ausgleichen, wenn die Erzeugung erneuerbarer Energien nachlässt, und so die Stromversorgung stabilisieren, sobald die Kohlekraftwerke 2030 vom Netz gehen.

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Ursprünglich hatte der Zusammenbruch der Ampelkoalition den Zeitplan der Strategie durcheinandergebracht. Nun muss der Koalitionsausschuss die getroffenen Vereinbarungen zügig in Gesetzesform gießen. Zudem ist vor Baubeginn die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde erforderlich.

Bis zum 15. August nächsten Jahres wird die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz überprüfen. Diese Prüfung soll klären, ob die Braunkohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen wie geplant 2030 abgeschaltet werden können. Die neuen Gaskraftwerke sollen ab dem 1. April 2030 als Reserve dienen, wenn Wind- und Solarstrom nicht ausreichen.

Die Energieunternehmen begrüßen die Entscheidung. Uniper, RWE und Steag Iquoni bereiten bereits Angebote für die anstehenden Ausschreibungen vor. Zwar stehen die genauen Standorte der Kraftwerke in Nordrhein-Westfalen noch nicht fest, doch die Landesregierung setzt sich seit Langem für die Umsetzung der Bundesstrategie ein.

Die Ausschreibungen für die acht Gigawatt Kapazität sollen im kommenden Jahr starten. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die ersten neuen Gaskraftwerke noch vor Ende des Jahrzehnts in Betrieb gehen und so den Energiewandel in der Region sichern.

Die Kraftwerksstrategie tritt nun in eine entscheidende Phase ein. Die Abgeordneten müssen den rechtlichen Rahmen finalisieren, und die EU muss das Fördermodell absegnen. Sobald die Genehmigungen vorliegen, werden die neuen Gaskraftwerke helfen, die Kohle schrittweise zu ersetzen und gleichzeitig die Netzstabilität zu gewährleisten.

Die sieben geplanten Anlagen in Nordrhein-Westfalen kommen dabei eine Schlüsselrolle zu. Gemeinsam mit den verbleibenden Kapazitäten sollen sie Versorgungsengpässe verhindern, während Deutschland auf saubere Energieträger umsteigt.

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