23 May 2026, 02:01

Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.

Messerattacke in Solingen: Höchste Strafe für Täter bestätigt

Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.

Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Issa H. – den Attentäter von Solingen

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Der Bundesgerichtshof hat das lebenslange Urteil gegen Issa H., den Täter des tödlichen Messerangriffs von Solingen im Jahr 2024, bestätigt. Das fast zwei Jahre nach dem islamistisch motivierten Anschlag gefällte Urteil bestätigt seine Verurteilung wegen dreifachen Mordes und versuchten Mordes. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst und die Debatte über die Flüchtlingspolitik des Landes neu entfacht.

Am Abend des 23. August 2024 griff Issa H. mit einem 19 Zentimeter langen Küchenmesser Besucher eines Festes in Solingen an. Drei Menschen tötete er, acht weitere verletzte er schwer. Sein erklärtes Ziel war es, möglichst viele Menschen zu ermorden, die er als Symbole der westlichen Gesellschaft betrachtete.

Noch am folgenden Tag wurde er nach einer großangelegten Fahndung von der Polizei festgenommen. Die Ermittlungen ergaben später seine Verbindung zur dschihadistischen Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) sowie seine Ablehnung demokratischer Werte. Im September 2025 verurteilte ihn das Oberlandesgericht Düsseldorf wegen dreifachen Mordes, neunfachen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er erhielt die höchste mögliche Strafe: lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung.

Am Freitag wies der Bundesgerichtshof seine Revision zurück und machte das Urteil damit rechtskräftig. Zudem ordnete das Gericht seine anschließende Sicherungsverwahrung an – mit der Begründung, dass von ihm weiterhin eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe.

Mit dem endgültigen Urteil endet das juristische Verfahren in einem Fall, der Deutschland tief erschüttert hat. Issa H. wird seine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Freilassung verbüßen. Darüber hinaus wird er auch nach Verbüßung der Strafe in Sicherungsverwahrung bleiben, da von ihm weiterhin eine Bedrohung ausgeht.

Quelle