17 June 2026, 17:03

Bremer Buchhandlung nutzt Preis-Streit als Marketingcoup mit provokanter Fassade

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Bremer Buchhandlung nutzt Preis-Streit als Marketingcoup mit provokanter Fassade

Buchhandlung in Bremen sorgt für Schlagzeilen nach Ausschluss von nationaler Auszeichnung

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Die Bremer Buchhandlung The Golden Shop sollte eigentlich als „herausragende Buchhandlung“ mit 15.000 Euro ausgezeichnet werden – doch Kulturminister Wolfram Weimer strich sie von der Liste der Preisträger. Seitdem nutzt der Laden die Kontroverse für provokante Neugestaltungen und Merchandise-Artikel.

Sechs Personen brachten kürzlich ein großes Stofftransparent an der Giebelwand der Buchhandlung an. Wo zuvor der Spruch „Deutschland verrecke bitte“ prangte, zieren nun Zitate aus Weimers Schriften die Fassade, etwa „Das ist überhaupt nicht als Kulturkampf gemeint“ oder „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde“.

Inhaberin Ausma Zvidrina schmückte zudem das Schaufenster mit einem Porträt Weimers und seinen Büchern – obwohl die Buchhandlung seine Werke gar nicht führt. Stattdessen verkauft der Laden nun Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“ und erhielt sogar ein Zertifikat als „beste Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“.

Weimer hatte den Laden vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 ausgeschlossen, doch Zvidrina distanzierte sich mit dem Relaunch offiziell nicht von linksextremen Positionen. Die provokanten Änderungen lenken die Aufmerksamkeit auf den Streit mit dem Minister. Während die Preisgelder in weiter Ferne bleiben, setzt die Buchhandlung weiter auf ihre umstrittene Markenführung – und macht daraus ein Geschäft.

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