Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf
Bottrop überprüft alle Kreuzungen der Stadt, um klare Sichtverhältnisse für Autofahrer beim Einfahren in Hauptstraßen zu gewährleisten. Der Schritt folgt einem tödlichen Unfall in Warendorf, bei dem unzureichende Sichtverhältnisse zu rechtlichen Konsequenzen für städtische Mitarbeiter führten. Nun kontrollieren die Behörden mögliche Hindernisse wie Bäume, Hecken oder parkende Fahrzeuge, die die Sicht von Fahrern einschränken könnten.
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop hat damit begonnen, an allen Kreuzungen sogenannte „Sichtdreiecke“ zu vermessen. Diese Dreiecke definieren den notwendigen Freiraum für sicheres Einfahren – dabei gelten auf Straßen mit höheren Geschwindigkeitsbegrenzungen längere Sichtweiten. Priorität haben dabei stark frequentierte Knotenpunkte sowie Unfallschwerpunkte.
Falls eine Kreuzung die Vorgaben der deutschen Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06) nicht erfüllt, muss die Stadt handeln. Mögliche Lösungen reichen von baulichen Änderungen über das Aufstellen von Pollern und die Umgestaltung von Grünflächen bis hin zur Einrichtung von Halteverboten. Mängel werden der Straßenverkehrsbehörde zur weiteren Durchsetzung gemeldet.
Anlass für das Projekt war ein tragischer Fall in Warendorf, wo städtische Angestellte nach einem Unfall mit tödlichem Ausgang wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurden – ausgelöst durch eingeschränkte Sichtverhältnisse. Bottrop will ähnliche Vorfälle verhindern, indem alle Kreuzungen den nationalen Sicherheitsstandards entsprechen.
Die Überprüfung umfasst sämtliche Knotenpunkte in Bottrop; dort, wo die Sicht beeinträchtigt ist, werden Anpassungen vorgenommen. Ziel der Stadt ist es, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und das Unfallrisiko zu verringern. Nach Abschluss der Maßnahmen sollen alle Kreuzungen den bundesweiten Verkehrssicherheitsnormen entsprechen.






