Bergisch Gladbach sichert Gewerbegebiet West mit neuem Vorkaufsrecht ab
Klemens GorlitzBergisch Gladbach sichert Gewerbegebiet West mit neuem Vorkaufsrecht ab
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um die gewerbliche Entwicklung im Gewerbegebiet West langfristig zu sichern. Der Plan sieht ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal vor, zu dem auch das Gelände des Unternehmens Saint-Gobain Isover gehört. Teile dieser Fläche liegen derzeit brach oder sind nur unzureichend erschlossen, was die Notwendigkeit einer langfristigen Planung unterstreicht.
Die geplante Verordnung betrifft einen Abschnitt des Gewerbegebiets West zwischen der Innenstadt und Gronau. Dazu zählen das 11 Hektar große Saint-Gobain-Isover-Gelände sowie Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Das Isover-Areal, das etwa halb so groß ist wie der Zanders-Komplex, liegt zentral in Bergisch Gladbach.
Saint-Gobain Isover hat in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen: Die Mitarbeiterzahl sank von 220 auf 60, bevor sie leicht auf 75 anstieg. Dennoch hat das Unternehmen derzeit keine Pläne, das Gelände zu verkaufen, und investiert weiterhin in den Standort.
Die Stadt betrachtet die Verordnung als vorsorgliche Maßnahme. Sie soll die begrenzten gewerblichen Flächen in der Innenstadt schützen und langfristig Arbeitsplätze sichern. Zudem würde Bergisch Gladbach damit in die Lage versetzt, schnell zu handeln, falls Saint-Gobain den Standort jemals verlassen sollte.
Das geplante Vorkaufsrecht würde der Stadt helfen, Flächen für wirtschaftliche Expansion und Unternehmensansiedlungen zu sichern. Es zielt insbesondere auf untergenutzte Gebiete ab und bereitet die Stadt auf mögliche künftige Veränderungen beim Saint-Gobain-Isover-Standort vor. Die Maßnahme unterstützt das Ziel, gewerbliche Flächen zu erhalten und neue Arbeitsplätze zu schaffen.






