Bergisch Gladbach setzt neue Maßstäbe für inklusive Kommunalpolitik
Klemens GorlitzBergisch Gladbach setzt neue Maßstäbe für inklusive Kommunalpolitik
Bergisch Gladbach hat Maßnahmen ergriffen, um seine Kommunalpolitik inklusiver zu gestalten. Erstmals sind nun auch Menschen mit Lernbehinderungen im Inklusionsbeirat der Stadt vertreten. Zudem wurde der Beirat erweitert und mit neuer Führung besetzt, um die Vielfalt der Gemeinschaft besser abzubilden.
Der Inklusionsbeirat wuchs von neun auf dreizehn Mitglieder und sichert so eine breitere Repräsentation unterschiedlicher Stimmen. Die zwölf ursprünglichen Mitglieder waren zuvor von lokalen Einrichtungen, Gruppen und Organisationen nominiert worden, bevor sie in der letzten Sitzung des Stadtrats offiziell gewählt wurden. Zudem wurden eine neue Vorsitzende und eine Stellvertreterin bestimmt: Katharina Kaul von der Katholischen Jugendagentur übernimmt den Vorsitz, während Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule als ihre Stellvertreterin fungiert.
Der Beirat entsendet nun Vertreter:innen in zentrale Ausschüsse des Stadtrats, um sicherzustellen, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in Entscheidungsprozesse einfließen. Eine weitere Neuerung ist die Verwendung einer einfachen und leicht verständlichen Sprache in offiziellen Dokumenten – darunter auch im aktualisierten Aktionsplan Inklusion.
Kürzlich verabschiedete der Beirat diesen neuen Aktionsplan, der in den kommenden Wochen dem Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) sowie dem gesamten Stadtrat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt wird.
Der erweiterte Inklusionsbeirat umfasst erstmals Menschen mit Lernbehinderungen. Seine Vertreter:innen werden künftig direkt in den städtischen Gremien mitarbeiten, um politische Weichenstellungen mitzugestalten. Der überarbeitete Aktionsplan, in verständlicher Sprache verfasst, steht in den nächsten Wochen zur finalen Abstimmung an.






