Adobe übernimmt Semrush für 400 Millionen Euro – Kartellamt gibt grünes Licht
Tassilo HeßAdobe übernimmt Semrush für 400 Millionen Euro – Kartellamt gibt grünes Licht
Adobes geplante Übernahme des SEO-Spezialisten Semrush für 400 Millionen Euro hat die Freigabe des Bundeskartellamts erhalten. Durch den Deal werden Adobes Kreativ- und Content-Management-Tools mit Semrushs Expertise in den Bereichen Online-Sichtbarkeit und KI-gestützte Suchmaschinenoptimierung kombiniert.
Die Wettbewerbsbehörde prüfte die Fusion auf mögliche Risiken für den Wettbewerb, kam jedoch zu dem Schluss, dass ausreichend Alternativen auf dem Markt bestehen, um eine marktbeherrschende Stellung zu verhindern.
Semrush ist spezialisiert auf Tools für Suchmaschinenoptimierung (SEO) und hat sich kürzlich auf die Verbesserung der Markensichtbarkeit in KI-Chatbots wie ChatGPT und Gemini ausgeweitet. Adobe, bekannt für Software wie Photoshop und seine PDF-Lösungen, betreibt zudem Adobe Experience Manager, eine führende Content-Management-Plattform, die im November 2025 von 5.955 Websites genutzt wurde.
Die Untersuchung des Bundeskartellamts konzentrierte sich darauf, ob die Fusion den Wettbewerb in den Bereichen Answer Engine Optimization (AEO) oder Content-Management einschränken könnte. Die Prüfung ergab jedoch keine Hinweise darauf, dass die Bündelung von Produkten den Markt abschotten würde. Konkurrenten wie Contentful und Google Cloud bieten weiterhin starke Alternativen und sorgen so für anhaltenden Wettbewerb.
Adobes Jahresumsatz ist auf etwa 24 Milliarden Euro gestiegen, unter anderem getrieben durch die Integration von KI in bestehende Produkte. Die Übernahme soll die Position des Unternehmens im Bereich AEO stärken, einem aufstrebenden Feld, in dem Semrush bereits Fuß gefasst hat. Mit der erteilten kartellrechtlichen Genehmigung kann die Transaktion nun ohne Auflagen voranschreiten.
Die Fusion wird Adobes Content-Management-Systeme mit Semrushs Tools für Suchmaschinen- und KI-Optimierung vereinen. Das kombinierte Angebot zielt darauf ab, die Art und Weise zu verbessern, wie Marken ihre digitale Präsenz in Suchmaschinen und auf KI-Plattformen steuern. Die Wettbewerbsbehörde bestätigte, dass der Wettbewerb lebendig bleiben wird, sodass die Übernahme wie geplant umgesetzt werden kann.






