Achtstündiger Präzisionseinsatz rettet Bochum vor herabstürzender Metallkugel
Luitgard RitterAchtstündiger Präzisionseinsatz rettet Bochum vor herabstürzender Metallkugel
Achtstündige Präzisionsaktion in Bochum-Ehrenfeld: Schwere Metallkugel droht von Kirchturm zu stürzen
In Bochum-Ehrenfeld hat ein achtstündiger, millimetergenauer Einsatz stattgefunden, nachdem eine schwere Metallkugel vom Turm der Melanchthon-Kirche zu stürzen drohte. Das 45 Kilogramm schwere Objekt, das in 54 Metern Höhe befestigt war, stellte aufgrund stürmischer Wetterbedingungen eine erhebliche Gefahr dar. Die Feuerwehr arbeitete mit größter Vorsicht, um die Kugel zu bergen, bevor Straßen dauerhaft gesperrt werden mussten.
Auslöser der Gefahr war die 70 Zentimeter breite Kugel, die durch starke Winde an ihrer Position auf der Kirchturmspitze ins Wanken geriet. Standard-Feuerwehrleitern und Kräne reichten nicht aus, um die Höhe sicher zu erreichen. Die Einsatzkräfte holten sich Verstärkung: Ein 72 Meter hoher Teleskopmast eines Essener Spezialunternehmens ermöglichte schließlich den Zugang zum Turm.
Rund 20 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Bochum-Innenstadt und der örtlichen Freiwilligenwehr waren im Einsatz. Sie sicherten die Kugel mit einem Netz, lösten sie vorsichtig und ließen sie unbeschadet zu Boden. Während der Aktion mussten Teile der Königsallee sowie angrenzende Seitenstraßen wiederholt gesperrt werden, um Passanten zu schützen.
Nach der Bergung wurde die Kugel an Vertreter der Kirchengemeinde übergeben. Behörden bestätigten, dass ohne die Entfernung eine langfristige und flächendeckende Sperrung des Gebiets unvermeidbar gewesen wäre.
Der Einsatz verlief erfolgreich: Die Gefahr wurde gebannt, langfristige Verkehrsbehinderungen vermieden. Durch den Einsatz spezieller Technik gelang es der Feuerwehr, die Kugel unbeschadet zu bergen. Die Königsallee ist inzwischen wieder für Fahrzeuge und Fußgänger freigegeben.






