1. FC Köln feuert Trainer Kwasniok – Wagner übernimmt in der Krise
Der 1. FC Köln hat Cheftrainer Lukas Kwasniok nach einem deutlichen Leistungsabfall entlassen. Die Mannschaft holte in den letzten 18 Bundesliga-Spielen nur zwei Siege und liegt damit lediglich zwei Punkte über dem Relegationsplatz. Der erfahrene Fußball-Experte Peter Neururer bezeichnete die Entscheidung als überraschenden Wendepunkt.
Kwasnioks Abgang kommt nach einem vielversprechenden Start in seine Amtszeit. Unter seiner Führung kletterte der FC Köln in der Bundesliga bis auf Platz sieben und gewann vier der ersten neun Spiele. Doch die jüngsten Niederlagen drängten das Team auf Rang 15 ab, was Sorgen um den Klassenerhalt weckt.
René Wagner, bisheriger Assistent von Kwasniok, übernimmt nun interimistisch das Amt des Cheftrainers. Es ist seine erste Hauptverantwortung als Trainer, doch er bringt Erfahrung aus früheren Stationen als Co-Trainer bei Paderborn, Köln (2021–2023), Hamburg und Union Berlin mit. Wagner verfügt zudem über die UEFA-Pro-Lizenz, die er in England erwarb.
Neururer hinterfragte die Logik, Kwasniok durch jemanden aus dem eigenen Trainerstab zu ersetzen, und deutete mögliche interne Konflikte als Einflussfaktor an. Auf die Frage nach Friedhelm Funkel als potenziellem Nachfolger reagierte er mit Skepsis und bezeichnete die Idee in dieser Phase als "etwas unglaubwürdig".
Der erfahrene Analyst ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete Kwasniok als "Opfer des eigenen Erfolgs". Angesichts der drohenden Abstiegsgefahr warnte Neururer, dass Kölns Chancen auf den Klassenerhalt mit jedem verlorenen Spiel weiter schrumpfen.
Wagner steht nun vor der Herausforderung, das abstürzende Team zu stabilisieren. Seine erste Aufgabe wird es sein, in den verbleibenden Spielen entscheidende Punkte zu holen. Gleichzeitig muss der Verein grundlegendere Probleme angehen, um nicht tiefer in den Abstiegskampf zu rutschen.






